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20.09.2017


Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2014

 

Kinder und Jugend – unsere Zukunft

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Die CSU Forchheim setzt sich für ein kinder- und familienfreundliches Klima, die Förderung von Familien und die Unterstützung Alleinerziehender ein. Wir sorgen für bedarfsgerechte Kinderbetreuungseinrichtungen aller Formen und für attraktive und wohnortnahe Schulen nach dem Prinzip „kurze Wege für kurze Beine“. Wichtig ist für uns dabei der Ausbau der Ganztagesbetreuung mit Hausaufgabenhilfe. Nach der Errichtung der Montessori-Schule unterstützen wir uneingeschränkt den Neubau der Grundschule Kersbach und die weitere Modernisierung der Adalbert-Stifter-Schule. Wir treten für die Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte in Kindergärten und Schulen ein und unterstützen bei Bedarf den Einsatz von Jugendsozialarbeit in Schulen. Wir wollen Kindern und Jugendlichen Raum zur Entfaltung und für Sport, Spiel und Freizeit anbieten und unterstützen die vereinsgetragene und die offene Jugendarbeit. Einerseits indem wir für die Arbeitsgemeinschaft der Jugend Forchheim (AGJF) erhöhte Mittel, andererseits indem wir kostengünstige Räumlichkeiten für Sport-, Kultur- und Sozialarbeit zur Verfügung stellen. Dabei sehen wir die qualitative, personelle und räumliche Aufwertung des Jugendzentrums und die Beibehaltung eines städtischen Jugendpflegers als wichtige Bausteine der städtischen Jugendarbeit an. Der attraktive Ausbau unserer Spielplätze, Sport- und Bolzplätze und die Weiterentwicklung der Sportinsel und der Schleuseninsel haben ebenfalls hohe Priorität für die CSU.

 

Familien - Grundpfeiler unserer Gesellschaft

Familien sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Deshalb will die CSU die Rahmenbedingungen für Familien so gestalten und fördern, dass ein Hort der Geborgenheit entsteht und gegenseitige Hilfe über alle Generationen hinweg tatkräftig gelebt werden kann. Eine durchgehende Ferienbetreuung für Kinder, die auf dieses Angebot angewiesen sind, soll Standard werden. Wir legen Wert auf familienfreundliche Eintrittspreise bei kommunalen Einrichtungen. Für Familien in Not fordern wir eine breite und frühzeitig ansetzende Hilfestellung, damit die Familie auch weiter ihrer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe gerecht werden kann.

 

Gute Bildung – bessere Chancen im Leben

Die CSU in Forchheim ist Garant dafür, dass jeder die Chance zur persönlichen und seiner Begabung entsprechenden schulischen, gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung erhält. Dazu gehören attraktive Schulen, eine moderne Ausstattung für alle Grund-, Haupt- und Mittelschulen und der Ausbau der Ganztagsbetreuung mit Hausaufgabenhilfe. Wichtig sind uns auch die Fortentwicklung der städtischen Musikschule und eine Vernetzung mit allen Musik anbietenden Vereinen. Wir setzen uns für die Stärkung und Entwicklung der weiterführenden Schulen, des Berufsschulzentrums und der Fachoberschule ein und machen uns für die Installierung einer (Außenstelle) Fachhochschule oder Universität stark.

 

Integration ausländischer Mitbürger – Zusammenleben stärken

In Forchheim leben fast 15 Prozent Mitbürger mit Migrationshintergrund. Eine unzureichende Integration kann verschiedene Probleme verursachen deren Folgen von der Gesellschaft lange nicht gesehen wurden. Allein aus ökonomischer Sicht und eigenem Interesse müssen diese besser integriert werden. Die demografische Entwicklung - immer mehr Rentenempfänger bei sinkender Zahl junger Beitragszahler - sorgt dafür, dass wir versuchen müssen all diese Menschen bestmöglich für das Erwerbsleben auszubilden und sie auf wirtschaftlich sicherer Basis zu stellen. Damit kann langfristig gefährlichen Parallelgesellschaften entgegengewirkt werden, deren Werte und Vorstellungen nicht mit den Grundlagen unserer Gesellschaft zu vereinbaren sind. Es liegt dabei auf der Hand, dass Integrationsarbeit vor allem als Aufgabe der Städte und Gemeinde anzusehen ist. Für die CSU Forchheim gehört eine erfolgreiche Integration der Menschen mit Migrationshintergrund zu den zentralen Aufgaben der Zukunft um auch künftig das friedliche Miteinander von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen und religiösen Hintergrund zu gewährleisten. Für uns ist Integration eine gleichberechtigte Teilnahme aller Bewohner an sozialem Geschehen, Kultur, Wirtschaft, Religion und Politik. Dabei fordert Integration Anstrengungen und Aufeinander zugehen sowohl von Zugewanderten als auch Einheimischen. Die Förderung von bürgerschaftlichen Engagement und sowie die Bereitschaft zu einer aktiven Teilhabe und Mitgestaltung aller gesellschaftlichen Gruppen am Prozess der Integration ist Voraussetzung für deren Gelingen. In diesem Zusammenhang wollen ausdrücklich den interreligiösen Dialog fördern und voranbringen. Erfolgreiche Integration und das Erlernen der deutschen Sprache als Schlüsselqualifikation wollen wir schon durch frühkindliche Bildung in Kindertagestätten aber auch durch geeignete Maßnahmen der Erwachsenenbildung erreichen. Wir treten deshalb dafür ein, dass die Bildungspotentiale der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund schon in Schulen ausgeschöpft werden, um sie optimal auf ihren Bildungs- und Berufswegen zu begleiten. Dies soll durch verstärkte Zusammen- und Aufklärungsarbeit von Eltern und Schule, den mittelfristigen Einsatz von „Schülercoaches“, der verstärkten Einstellung junger Migranten in örtlichen Unternehmen und durch Bildung und Qualifizierung von erwachsenen Migranten erreicht werden. Für die CSU findet Integration umfassend in der „Freizeit“ statt. Den Organisationen, Vereinen, Verbänden und Angeboten der Jugendarbeit kommt deshalb eine zentrale Bedeutung zu, die wir durch finanzielle und ideelle Hilfe unterstützen werden. Migranten müssen mit der traditionellen Vereins- und Verbandsarbeit und deren Strukturen und Sinnhaftigkeit vertraut gemacht werden damit sie sich dafür begeistern können. Wir unterstützen deshalb regelmäßige Veranstaltungen in denen Migranten zu beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen und Strukturen in Deutschland informiert werden und sich dort auch austauschen können. Die CSU Forchheim fordert mehr Integration als Perspektive für Migranten, wobei Fördern und Fordern gleichberechtigt nebeneinander stehen muss.

 

Sport, Vereine und Ehrenamt – Lebendige Gemeinschaft

Lebendige Vereine und aktive Bürger sorgen für eine lebendige Gemeinschaft. Die CSU versteht sich als Partner und Förderer der Vereine und des Ehrenamtes. Deshalb fördern wir nicht nur ideell, sondern unterstützen diesen Bereich unter anderem auch finanziell (z.B. mit Zuschüssen zu Vereinsheimen, Hallenmieten, vergünstigten Nutzungsentgelten etc.) und mit Bereitstellung von Räumlichkeiten sowie mit Sachleistungen bei vielen Veranstaltungen und Events. Ebenso ist es uns wichtig, das verdiente Sportler und ehrenamtliche tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Vereinen und Organisationen auch eine entsprechende öffentliche Anerkennung erhalten. Die Förderung und Unterstützung der Jugendarbeit und der AGJF hat für uns dabei oberste Priorität.

 

Kultur

Die Kultur in Forchheim weist eine beachtliche Vielfalt und Qualität auf. Allerdings muss die Präsentation von Kultur neu überdacht und konzipiert werden. Dabei geht es vorrangig um Räumlichkeiten und Standorte, wo sich alle Formen von Kultur optimal entfalten und kulturinteressierte Menschen wohl fühlen können. Ebenso müssen unsere spezifischen Alleinstellungsmerkmale in Forchheim noch mehr herausgearbeitet werden. Solche könnten durch eine Einbindung des historischen Denkmalbestandes in das räumlich-örtliche Kulturkonzept geschaffen werden. Dies ist in der Vergangenheit mit der Kaiserpfalz und dem Festungskomplex bereits geschehen und soll nun konsequent fortgeführt werden. Deshalb tritt die CSU für folgende kulturelle Maßnahmen ein: Planung (evtl. durch Architektenwettbewerb) und Realisierung einer modernen Kultur- und Veranstaltungshalle, die sich primär an den Bedürfnissen der hiesigen Kultur- und Veranstaltungsträger ausrichtet. Dabei ist in diese Überlegungen auch das „Denkmal Kolpinghaus“ einzubeziehen. Verstärkte Nutzung einzigartiger Plätze wie des Stadtparks gegenüber der Ritter-von-Traitteur-Schule. Hier ist der Gedanke, eine feste Konzertbühnenfläche im Parkteich zu installieren, ernsthaft zu prüfen. Umsetzung des Planungsvorschlags für die Gestaltung einer Freilichtbühne auf dem ehemaligen Krankenhausgelände (Nähe ehem. Schwesternhaus) mit der Chance der Verwirklichung eines echten regionalen Alleinstellungsmerkmals für Konzerte, Chormusik und Theater. Konzeption einer Kulturmeile, die am Erlebnismuseum „Rote Mauer“ beginnt, sich über Kaiserpfalz und Saltorturm fortsetzt und sich anschließend über den Stadtpark mit den Fünf Toren, einschließlich Ausbau eines Skulpturenparks bis hin zur Stadtbücherei und einen künftigen Freilichttheater („Amphiforte“) erstreckt. Der Komplex „Kulturmeile“ könnte dann unter diesem Logo griffig vermarktet werden und in der Region als alternatives Kulturprofil Geltung erlangen. Die erfolgreiche Förderung der Kulturarbeit durch Vereine und Verbände und der sogenannten „Basiskultur“, aber auch beim Annafest und sonstigen Veranstaltungen will die CSU fortsetzen, wobei wir auch dafür eintreten, Kultur auch in den Stadtteilen weiter zu etablieren.

 

Neue Medien – Globale Kommunikation

Eine wesentliche Rolle spielen die „Neue Medien“. In diesem Begriff bündeln sind alle elektronischen, digitalen und interaktiven Medien, aber auch Medien, die im Kontext zu Multimedia und Netzpublikationen. Da sie immer mehr an Popularität gewinnen, müssen sie auch im täglichen Leben und im Unterricht aller Bildungseinrichtungen und Schulen Anwendung finden. Die CSU setzt sich für eine zeitgemäße Sachausstattung in unseren Schulen ein, damit sowohl Lehrkräfte als auch Schüler das entsprechende Potential der neuer Medien ausschöpfen können. Aber auch für die berufliche Aus- und Weiterbildung entstehen hier neue Chancen. Gerade die Unabhängigkeit von Zeit und Ort spielt beim Lernen eine immer wichtigere Rolle. Durch die Modernisierung der beruflichen Bildung können wir flexibel auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts reagieren. Breitband und schnelles Internet werden gerade von Industrie, Handel und Handwerk benötigt, weil die Datenmengen, die verarbeitet werden, immer größer werden. Diese Vorteile der neuen Medien gilt es zu nutzen und die vorhandene Infrastruktur zu optimieren. Dazu gehört auch die zeitgemäße Nutzung von sicherem W-Lan in öffentlichen Gebäuden und Plätzen.

 

Bürgerservice - noch mehr Service am Bürger

Stabile politische Verhältnisse garantieren eine effektive Verwaltung. Die CSU setzt sich zusammen mit unserem Oberbürgermeister Franz Stumpf dafür ein, das Rathaus zu einem modernen Kompetenz- und Dienstleistungszentrum weiterzuentwickeln und strebt dafür ein barrierefreies Bürgerbüro, z. B. in der alten Stadtbücherei und ein bedienerfreundliches Bürgerinformationssystem an. Die Einsetzung eines „Bürgerfürsprechers“ könnte zusätzliche die menschliche Komponente bei der Optimierung des Bürgerservices fördern. Der Ausbau eines digitalen Behördenwegweisers und die Bereitstellung von digitalen Formularen auf der Homepage der Stadt Forchheim werden wir zügig voranbringen. Durch den Einsatz moderner Technik, Internet, Runde Tische und Foren, aber auch durch Broschüren und Pressearbeit in verständlicher Verwaltungssprache sollen die Bürger transparent und rechtzeitig informiert werden. Dazu gehört, neben einer Neubürgerfibel und einem Neubürgerempfang, auch die Weiterentwicklung des Amtsblattes mit Seiten für Kinder und Jugendliche sowie für unsere Vereine. Ebenso muss eine zeitnahe Beantwortung von Schreiben und elektronischer Post eine Selbstverständlichkeit werden. In den Behördenräumen sollen zudem ausreichende Sitzgelegenheiten für ältere und behinderte Besucher oder Kunden mit Kindern bereit stehen. In größeren Verwaltungseinheiten kann auch eine Spielecke für Kinder sinnvoll sein. Eine wohnortnahe Ver- und Entsorgung und die Wiedereinführung einer Grüngutsammlung im Herbst im Stadtgebiet sind deshalb für uns eine Selbstverständlichkeit. Weiter treten wir für eine „Sicherheit rund um die Uhr“ – Bedarfsgerechte und stadtteilübergreifende Unterstützung unserer Blaulichtorganisationen bei der Anschaffung von Fuhrpark und Ausrüstung und für Sauberkeit und ausreichende Beleuchtung im gesamten Stadtbereich ein. Der Einsatz der Sicherheitswacht leistet dabei für das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Bürger einen wichtigen Beitrag.

 

Alt und Jung - Hand in Hand für die Zukunft unserer Stadt

Der demographische Wandel in unserer Stadt muss Chefsache sein, denn er betrifft alle Generationen. Wir als CSU sind für die Stärkung des ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten und des Seniorenbeirates und deren Arbeit. Wir werden diese auch weiterhin unterstützen und fördern. Wir sehen uns als Partner aller Generationen und setzen uns für sie ein. Wir nehmen den demographischen Wandel ernst. Die Zusammenarbeit mit allen Senioren-Gruppen und Vereinen und Verbänden gehört zu unserem politischen Grundsatz, dafür stehen wir mit dem „U“ wie Union. Wir wollen eine Vernetzungsstelle im Rathaus, in der alle im Bereich Senioren- und Behindertenarbeit tätigen Gruppen, Vereine und Verbände miteinander verbunden sind. Vorhandene Kooperationen wollen wir stärken. Wir wollen und setzen uns für die Schaffung eines Finanzierungsmodells ähnlich der AGJF (AGSF) ein. Wir unterstützen ehrenamtliches Engagement in der Seniorenarbeit. Wir verfolgen das Ziel „ambulant vor stationär“. Der Mensch soll solange wie möglich selbst bestimmend zu Hause wohnen können.

 

Gutes und sicheres Wohnen bleibt unser zentrales Thema:

Der starke Anstieg des speziellen Wohnbedarfs für ältere Menschen wird in den kommenden Jahren eine große Herausforderung für Wohnwirtschaft und Kommunen darstellen. Dabei sind unsere Ziele: Altersgerechte barrierefreie Wohnungen mit bezahlbaren Mieten und alters- und behindertengerechter Neu- oder Umbau. In unserer Stadt müssen unbürokratisch verschiedene Wohnformen entstehen können. Seniorenheime sollen relevante Wohnformen anbieten. Wir wollen eine seniorenfreundliche und behindertengerechte Stadt sein. Hierzu müssen sich Kommunen, Bauträger und Verbände und Betroffene zusammenfinden.

 

Mobilität:

Unser Ziel: „Barrierefreiheit“ sehen wir als Selbstverständlichkeit und Voraussetzung. Denn nur so können de Zugänglichkeit, sowie die Nutzbarkeit unseres gebauten Lebensumfeldes allen Bevölkerungsgruppen gerecht werden. Wir benötigen für alle Generationen barrierefreie Wege, Plätze und Zugänge zu allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen. Wir wollen den begonnenen Bewegungspark der Generationen erweitern und mit Ruhebänken ergänzen, denn rechtzeitig mit richtiger Bewegung begonnen dient der Beweglichkeit und erspart so manche medizinische Versorgung. Der Nahverkehr/Stadtbus oder Schaffung eines Bürgerbusses (behindertengerechter Kleinbus) mit flexiblen Fahrzeiten wird weiter ein Thema für uns sein.

 

Gesundheit - Von der Prävention bis zur Palliativmedizin

Deshalb setzen wir uns ein, für die Errichtung des „Bewegungsparks der Generationen“, dessen Ausbau ist eines unserer Ziele. Wir setzen uns für den Erhalt unserer Kliniken ein und wollen eine vernünftige und in die Zukunft weisende Kooperation. Wir wollen eine gesicherte ärztliche Versorgung in allen unseren Stadtteilen. Es muss Sorge getragen werden, dass die ambulante Pflege verstärkt wird, sowie genügend Kurzzeitpflegeplätze vorgehalten werden. Den Ausbau der Palliativmedizin, sowie die Einrichtung einer Onkologie an unserer Klinik oder im Ärztehaus werden wir unterstützen. Das Alter darf kein Grund zur Einschränkung der medizinischen Versorgung sein, weder ambulant noch stationär. Dafür stehen wir mit dem „S“ wie Sozial.

 

Soziales und Sicherheit:

Oberste Priorität: Die Ausgestaltung der Senioren- und Pflegeeinrichtung „Katharinenspital“ und dessen Neuausrichtung mit neuen zukunftsgerechten, modernen Wohnformen, damit Bewohner selbst bestimmend wohnen können und versorgt werden. Die Versorgung der Bewohner und älterer Menschen aus der Nachbarschaft muss möglich gemacht werden. Beispiel: Verpflegung für ältere Mitbürger. Die Sicherheit älterer Bürger ist im Fokus unseres politischen Handelns. Unsere Stadt muss sicher sein, wir dulden keine Aggressionen gleich aus welcher Richtung. Straßen, Wege und Plätze müssen gut beleuchtet werden, unter Einsatz energiesparender Leuchtmittel. Unsere Mitbürger müssen sich frei und unbelästigt in der Stadt bewegen können. Aufklärung durch Vorträge, in Zusammenarbeit mit Sicherheitskräften, ist eines unserer Ziele.

 

Integration:

Für Integration stehen wir mit dem „C“ wie Christlich in unserer Partei. Alter und Beeinträchtigung darf nicht zur Diskriminierung in unserer Gesellschaft führen. Wir treten für die Integration älterer und behinderter Menschen in unserer Stadt ein. Wir wollen, dass hier eine gemeinsame Beratungsstelle geschaffen wird, in der unbürokratische Hilfe angeboten werden soll. Ferner muss das vom Stadtrat beschlossene Integrationskonzept angewandt und umgesetzt werden.

 

Bildung:

Bildung muss ein Leben lang möglich sein. Denn Junge und Ältere können voneinander lernen. Forchheim ist Bildungsregion, nicht nur für Junge, nein auch für Ältere. Hier müssen Angebote auch durch die Kommune gemacht werden. Beispiel: In der Bücherei Vorträge, welche der Weiterbildung dienen. Wir wollen einen Bildungsbeirat, welche alle Bildungsstellen miteinander verknüpft, damit alle Generationen die Bildung zugänglich gemacht werden kann.

 

Beruf und Arbeitsleben:

Arbeitszeiten müssen für ältere Menschen flexibel gestaltet werden. Das praktische Wissen und die berufliche Erfahrung müssen erhalten und weiter vermittelt werden. Für Fortbildungen und flexible Arbeitszeiten sind jedoch die Berufsverbände gefordert. Denn wir werden ältere Arbeitskräfte in der Zukunft verstärkt benötigen. Ihre Erfahrung ist nicht zu ersetzen.

 

Wirtschaft, Arbeit und Ausbildung

Sozial ist, was Arbeit schafft. „Es kommt auf den Einzelnen an, um als Kommune stark zu bleiben.“ Unsere Ziele: Sicherung vorhandener und Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze durch nachhaltige Bestandspflege Forchheimer Unternehmen sowie konsequente Unterstützung von Mittelstand, Handel und Handwerk, sowie interkommunale Zusammenarbeit, Stadtmarketing und intelligente Wirtschaftsförderung. Als Voraussetzung einer auch künftig wirtschaftlich erfolgreichen Entwicklung Forchheims setzen wir auf konsequente Gewerbeflächenbevorratung sowie eine vorausschauende Ansiedlungspolitik und Existenzgründerförderung. Wir wollen eine Förderung des Einzelhandels, unter anderem durch kostengünstige und ausreichende Parkplätze in unserer attraktiven Innenstadt, damit diese zu einer hochfrequentierten Drehscheibe Forchheims wird. Hierbei sehen wir hauptsächlich Handlungsbedarf im südlichen Bereich des Paradeplatzes, am Marktplatz, in der Bamberger Straße, sowie im Forchheimer Süden. Es geht um die wirtschaftliche Weiterentwicklung durch geeignete Gewerbeansiedlung; Bürgerinnen und Bürger benötigen insbesondere Lebensmittelgeschäfte in näherer Umgebung; Ausbau des Tagestourismus; Erhalt dezentraler Versorgungseinrichtungen und öffentlich-rechtlicher Einrichtungen, um den  Gestaltungsspielraum der Stadt Forchheim sicherzustellen.

1. Handlungsspielraum beim Senken von Steuern bzw. Wiedererhöhung von Zuschüssen

2. Schaffung weiterer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze

3. Ausreichend Flächen für Medical Valley Innovationszentrum, Förderung des Innovationszentrums für ausgegründete Betriebe und weitere Schaffung von Gewerbeflächen, Bodenbevorratung, Sinnvolle Nutzung des C&A-Geländes, Leerstands-Management.

4. Handel: Citymanagement und Stadtmarketing; Durchlässigkeit des Verkehrs, schnelle Erreichbarkeit, Baustellenmanagement stärken.

5. Optimierung innerhalb der Innenstadt auch hinsichtlich Beleuchtung, Einheitlichkeit von Bänken, Abfallbehältern, Belebung bestehender Plätze

6. Handwerk fördern: Unterstützung von Kooperationen von Handwerkern

7. Kooperation mit IHK, HWK, Werbegemeinschaft

8. Einen attraktiveren Branchenmix schaffen

9. Tourismus: Tagestourismus; Ablegestelle für Großschiffe mit Touristen

10. Interkommunale Zusammenarbeit: Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN), Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim (WIR) und Stärkung Forchheims in der Metropolregion

11. Schaffung von Wohnraum für neue Arbeitnehmer

 

Wohnen:

Wohnen in einer intakten und bürgerfreundlichen Umgebung. „Es kommt auf jeden Einzelnen an, um die Umwelt gesund zu halten und unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.“ Eine vorausschauende Baupolitik und Stadtentwicklung ist das Markenzeichen der CSU, die über den Tellerrand blickt und auf die Potentiale der attraktiven Lage Forchheims und deren gute Verkehrsanbindung setzt. Daher unterstützen wir innovativen Wohnungsbau ebenso, wie das generationsübergreifende Wohnungskonzepte. Wir werden auch wie in der Vergangenheit den sozialen Wohnungsbau in enger Zusammenarbeit mit unseren Wohnungsbaugenossenschaften forcieren. Ferner muss die Innenstadt als Wohn- und Lebensraum noch attraktiver gemacht werden. Ein Instrument damit dieses gelingt ist hierbei die Städtebauförderung. Wie wir bereits in der Innenstadt die bauliche Umgestaltung, die Umnutzung „Altes Krankenhaus“ und das Gelände „Altes Hallenbad – Stadtgärtnerei“ genutzt haben, gehen wir mit dem Projekt „Scheunenprogramm“ neue Wege. Es werden zwanzig Scheunen in der Innenstadt untersucht und nach Möglichkeit zum Wohnhaus umgebaut. Ein Wohnraumkonzept und die damit verbundene Ausweitung von Wohnraumangeboten in allen Bereichen sind für uns in der Zukunft, wie in der Vergangenheit weiter erstrebenswert. Notwendig muss hierbei die Nutzung der vorhandenen Baulücken sein. Unser Ziel ist zum einen die Förderung des Eigenheimbaus, zum anderen jedoch auch die Ausweitung des Mietwohnungsbaues. Wir setzen auf Bewährtes, wollen bedeutende Ortsbilder erhalten, sind aber auch neuen Wohnkonzepten für alle Bevölkerungsschichten aufgeschlossen. Bauland- und Wohnungsmodell werden wir weiter verfolgen und weiter entwickeln. Die Mietpreise müssen in Forchheim in einem bezahlbaren Bereich bleiben. Sicherstellung der Finanzhilfen im Rahmen des CSU-initiierten Förderprogramms „Junge Familien“, des Forchheimer Baulandmodells.

 

Umwelt:

Als werteorientierte Partei wollen wir die Schöpfung bewahren. Wir sind verantwortlich für die langfristigen Folgen unseres Handelns. Daher stehen wir vor Ort in der Verantwortung für eine nachhaltige Umweltpolitik und konsequenten Naturschutz. Hierzu müssen wir unser Ökokonto weiter ausbauen, in dem wir hierfür weitere Grünlangflächen erwerben. Besonderes Augenmerk gilt auch unseren Grünflächen und Parkanlagen in der Stadt. Im Besonderen werden wir auf die Pflege und Instandsetzung unserer Bierkeller genauso achten, wie wir dieses bereits mit unserm Kellerwald getan haben. Wir wollen diese Forchheimer Lebensqualität erhalten und weiter entwickeln. Die Bewirtschaftung, Aufforstung und Pflege unseres Stadtwaldes muss mit dem gleichen Erfolg und der gleichen Intensität fortgeführt werden. Der integrierte Energienutzungsplan der Stadtwerke Forchheim, der sich in guter Zusammenarbeit mit der Stadt Forchheim bewährt hat, muss von uns vorgeschrieben werden. Hierzu zählen auch, kommunale Anreize im Rahmen des global erforderlichen Klimaschutzes zu geben, Energieberatung und Förderung des Energiesparens, verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien. Wie bereits in Wellerstadt mit der Erneuerung der Wasserturbine und die Beteiligung am Bau einer Biogasanlage in Eggolsheim sind unsere Stadtwerke einen zukunftweisenden Weg gegangen. Wir wollen auch in der Zukunft unseren Energienutzungsplan umsetzen. Ein nächster Schritt muss ein Energiesparkonzept der Straßenbeleuchtung sein. Ein Muss sollte hier der Einsatz von regernativen Energien zur Einsparung von CO2 bei öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen sein. So wie es uns beim Neubau der Grundschule in Reuth gelungen ist. Die qualifizierte Beratung zum energieschonenden Wohnungsbau und der Bau durch unsere Stadtwerke, wie es unter anderem bei den Neubauten auf dem „Alten Hallenbadgelände“ verwirklicht wurde, ist unser Ziel. In enger Anlehnung an dem erstellten Energieatlas müssen auch in Zukunft durch Beratung dessen Ziele konsequent weiter verfolgt und verbessert werden. Es darf auch in Zukunft keine Liberalisierung unserer Wasserversorgung geben. Die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung müssen im Entscheidungsbereich der Stadt Forchheim bleiben. Wasser ist und wird unser Lebensmittel Nummer eins sein. Neben dem Trinkwasser achten wir auch in Zukunft auf unsere Gewässer. Es war uns wichtig, dass wir die Fischdurchlässigkeit am Ochsenklavier vor kurzem erfolgreich abschließen konnten. Die Sanierung und der Ausbau des städtischen Abwassersystems und der Kläranlage sind fortzuführen. Ebenfalls sollten die Graben- und Bachsysteme in einem regelmäßigen Turnus besser gepflegt werden. Wir werden uns auch weiterhin zum Schutz und Erhalt von Biotopen einsetzen. Vor dem Hintergrund der vergangenen Hochwasserkatastrophen sind uns ein zeitnaher, effektiver Hochwasserschutz – in allen betroffenen Stadtteilen - sowie die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren, der Rettungsdienste und weiterer Hilfsorganisationen besonders wichtig. Die ausgearbeiteten Maßnahmen müssen sehr zeitnah umgesetzt werden. Im Bereich Lärmschutz werden wir uns bei dem Neubau der Bahnlinie und ebenso beim Ausbau des Lärmschutzes an der A 73 dafür einsetzen, dass bei der Realisierung der Maßnahmen für unsere Mitmenschen der bestmögliche Schutz gewährleistet wird. Hier haben wir durch Warten und geschicktes Verhandeln erreicht, dass die Stadt Forchheim mit 7,5 Millionen Euro weniger beim Lärmschutzbau an der A 73 belastet wird.

 

Verkehr

Nach besten Möglichkeiten setzen wir uns auch in Zukunft für die Beruhigung von Wohngebieten durch die Reduzierung von unnötigem Verkehr ein. Ebenso wie wir uns stark für den Bau der Westspange Südumgehung für Burk und Buckenhofen eingesetzt haben, werden wir uns für eine Entlastung von Forchheim-Ost durch die Weiterführung der Südumgehung engagieren. Die Sicherstellung der Mobilität der Bürgerinnen und Bürger, auch durch einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr, sowie die S-Bahn-Anbindung im Norden Forchheims, liegen uns am Herzen. Daher unterstützen wir diese durch geeignete Informationsmaßnahmen auch in Zukunft. Einer Verbesserung der Verzahnung und eines weiteren Ausbaus von Schülerpersonennahverkehr und ÖPNV werden wir uns wieder annehmen.  Selbstverständlich werden wir uns auch für einen bürgerfreundlichen Ausbau des Kersbacher Bahnhofes stark machen, um das Bestmögliche zu erreichen. Die leichte Erreichbarkeit unserer Innenstadt, durch die Verknüpfung von individuellen, alternativen und öffentlichen Verkehrsmitteln wird eines unsere Ziele sein. Hierzu muss es uns auch in Zukunft gelingen, keine Parkplätze in der Innenstadt zu verlieren. Eine Attraktivitätssteigerung beim Parken wird sicher die Sanierung der Tiefgarage, die im Einklang mit der Umgestaltung des Paradeplatzes geschehen sollte, ergeben. Daneben gilt der Sanierung und Neugestaltung der Hornschuchallee unser Augenmerk. Einem weiteren Ausbau unseres Radwegenetzes gilt unser Augenmerk – wie bereits in der Vergangenheit - ebenso, wie eine stetige Ausbesserung und Instandsetzung unserer Straßen. Ziel unserer kommunalen Verkehrs- und Infrastruktur wird es auch in Zukunft sein, den Bedürfnissen unserer Bürger und der Wirtschaft, unter Berücksichtigung des Klima- und Umweltschutzes, gerecht zu werden.