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25.07.2017


Pressemeldungen

 

04.03.2009 - Offener Brief wegen Blockade einer Betriebsansiedlung


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für gewerbliche Neuansiedlungen ist der im Regnitztal gelegene und verkehrsmäßig sehr gut erschlossene Bereich unserer Großen Kreisstadt grundsätzlich hervorragend geeignet. Auf einer zwischen der Eisenbahn und der Autobahn gelegenen Fläche war dort die Ansiedlung eines Betriebes mit 120 Arbeits- und Ausbildungsplätzen geplant. Hiervon hätte das Unternehmen zu Beginn zunächst etwa 100 Beschäftigte mitgebracht (deren Stellen mittelfristig verstärkt auch von heimischer Bevölkerung besetzt hätte werden können), 20 Stellen wären zusätzlich neu geschaffen worden. Somit wären in Forchheim nicht 20 (wie fälschlicherweise behauptet), sondern insgesamt 120 neue Stellen geschaffen worden - mittelfristig ggf. weitere. Leider wurde dieser Sachverhalt wiederholt verzerrt publiziert.

120 Personen wird nun infolge massiver Agitation und dem daraus resultierenden Rückzug des Investors keine Möglichkeit gegeben, auf dem Rittigfeld einer Erwerbstätigkeit nachzukommen und ihren Familien eine stabile wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen.

Seitens der Freien Wähler werden hinsichtlich des Investors kritische Aussagen öffentlich dargestellt. Hier ist durchaus prüfenswert, ob es sich nicht nur um billige Stimmungsmache sondern um diskreditierende und letztendlich auch geschäftsschädigende Aussagen handelt.

Die CSU beantragte frühzeitig die Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung in Kersbach. Dort und im Anschluß von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sachlich vorgetragene Meinungsäußerungen begrüßen wir ausdrücklich. Wir legen Wert auf Öffentlichkeit und Transparenz und haben auch größtes Verständnis für subjektive Sorgen und Bedenken. Auch innerhalb der CSU-Stadtratsfraktion gab es einen umfassenden Meinungsbildungsprozess, in welchem nicht nur alle "Für" sondern eben auch alle "Wider" sorgfältig analysiert und abgewogen wurden.

Allerdings kritisieren wir in aller Deutlichkeit teilweise anonym begonnene und peinlich verlaufende Drohgebärden sowie gegen Bürgerinnen und Bürger gerichtete verunsichernde Stimmungsmache und bewusst gestreute Unwahrheiten, wie etwa ein durch Kersbach fließender Lkw-Verkehr, den es so nicht gegeben hätte. Auch hinsichtlich der Entwicklung der benachbarten Stampfäcker wurde bewusst mit falschen Karten gespielt: Die Erschließung des Rittigfeldes hätte dort keinen Wertverlust bedeutet, sondern eben erst eine kostengünstige Erschließung ermöglicht. Und die seitens der politischen Konkurrenz dort gewollte alternative Ansiedlung von etwa 10 kleineren Firmen, die hinsichtlich einer sinnvollen Erschließung nahezu zeitgleich ansiedeln müssten, gehört selbst bei größtem Wohlwollen in die Schublade „Realitätsferne“. Für einzelne kleinere Firmen, die nicht im Zehnerpaket anklopfen, gibt es im Übrigen anderweitige interessante Möglichkeiten, in Forchheim unterzukommen.

Der wirtschaftsfreundliche Ruf unserer Heimatstadt, der letztendlich zum Wohle unserer Bevölkerung über Jahre seitens der Christlich-Sozialen Union, unseres Oberbürgermeisters, der Verwaltung sowie weiterer konstruktiver Kommunalpolitiker entwickelt wurde und für die Große Kreisstadt Forchheim aber auch für die Nachbargemeinden wichtiger ist, als manch Bremser und Blockierer meint, wurde nun seitens der Freien Wähler und der Grünen spürbar beeinträchtigt.

Konsequenterweise und trotz des vorhandenen Widerstandes bleibt wichtiges Ziel der Christlich-Sozialen Union, Arbeits- und Ausbildungsplätze innerhalb des Gebietes der Großen Kreisstadt Forchheim zu sichern und neue zu schaffen; denn erfolgreiche industrielle und mittelständische Unternehmen und deren wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze sind nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern eben auch aus sozialpolitischen Aspekten vor Ort von herausragender Bedeutung. "Sozial ist, was Arbeit schafft." lautet ein über viele Parteigrenzen hinweg anerkannter Leitspruch; wie lautet aber dann der Umkehrschluss, den man denen entgegenhalten kann, welche die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen blockieren?

Kommunale Ausgaben für Kinder, Jugend, Senioren, Kultur, Vereine, Infrastruktur und Sicherheit können auf Dauer nur geleistet werden, wenn entsprechende Einnahmen vorhanden sind. Die Große Kreisstadt Forchheim benötigt möglichst stabile Einnahmen aus Einkommen- aber eben auch aus Gewerbesteuerzahlungen zur Finanzierung ihrer Pflichtaufgaben, wie Unterhalt von Schulen oder Kindergärten oder ihrer freiwilligen Leistungen, wie Förderung der Jugendarbeit, der Senioren oder der Forchheimer Vereine und Verbände. In diesem Zusammenhang sei auch der Hinweis erlaubt, dass ein neu angesiedeltes Unternehmen in der Regel Interesse daran hat, partnerschaftlich behandelt zu werden und infolge dessen möglicherweise auch als Sponsor lokaler Vereine und Organisationen in Frage kommen kann.

Dass nun viele dieser Möglichkeiten und Chancen beeinträchtigt wurden, mag aus Perspektive der Freien Wähler und der Grünen als Erfolg gewertet werden.
Ob die Blockade der Betriebsansiedlung aus Sicht unserer Bürgerinnen und Bürger insgesamt als Erfolg zu sehen ist, sollte jeder selbst beurteilen.

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