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20.10.2017


Pressemeldungen

 

01.12.2011 - Gemeinsam gegen Extremismus jeder Art - Zeichen setzen gegen rechtsextremistische Morde!


Überparteiliches Bündnis gegen Extremismus jeder Art, in dem sich auch die CSU-Stadtratsfraktion engagiert, trifft sich mit Vorstand des Türkischen Kulturvereines.

Auf Initiative des Ehrenvorsitzenden des Türkischen Kulturvereins, Hasan Güleryüz, der auch einer der vier Sprecher des überparteilichen Bündnisses gegen Extremismus jeder Art ist, erfolgte ein gemeinsamer Gedankenaustausch. Anlass waren die aktuellen Erkenntnisse über rechtsextremistische Mordanschläge. Drei davon erfolgten im nahegelegenen Nürnberg, gerade einmal 30 km. entfernt.
Udo Schönfelder, Initiator des Bündnisses, stellte deutlich heraus, dass es Herzensanliegen von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist, auch die weiteren Zusammenhänge der Mordserie bis ins letzte Detail aufzuklären und rechtsextremistischem Gedankengut den Nährboden zu entziehen. Auch wenn hierdurch nicht von heute auf morgen solche Gesinnungen weniger werden, wäre das Verbot der NPD zu begrüßen – es ist nicht nachvollziehbar, dass so eine Partei staatliche Bezuschussungen erhält. Die politische Handschrift von Neonazis und entsprechende Gewalttaten oder –androhungen, egal ob gegen Ausländer oder Behinderte, seien absolut inakzeptabel, so Evi Rossa.

Dass es vor Ort zwei Bündnisse gibt, wird nicht als kritisch gesehen. Man agiert neben- nicht gegeneinander. Und bei Ankündigungen von rechtsextremistischer Seite auch miteinander, was im Sommer bewiesen wurde. Gleichwohl bleibe es von zentraler Bedeutung, gegen jede Art des Extremismus wachsam zu sein und nicht etwa Linksautonome als Verstärkung eines bürgerlichen Widerstandes gegen Rechtsextremisten willkommen zu heißen. Es wäre fatal, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen. Sich kennen und miteinander zu sprechen, ist wichtig für Integration und Prävention. Mit-, statt übereinander zu reden, sei die richtige Devise, so Holger Lehnard.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von gebürtigen Türken, welche die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben. Im täglichen Leben ist das Miteinander Normalität, ob am Arbeitsplatz, im Sportverein, als Spielplatzpate oder beim Blutspenden. Wobei noch Steine aus dem Weg geräumt werden müssen, dies sollte gemeinsam erfolgen. So sollte das Umfeld der Moschee von Baustelleneinrichtungen befreit werden, dies sei ein wichtiges Anliegen, so Arap Zafer vom Moschee-Verein. Man will gemeinsam Sorge dafür tragen, so TKV-Vorsitzender Taylan Oktay, dass es in Stadt und Landkreis Forchheim keinerlei Extremismus gebe, weder von rechter oder linker noch von islamistischer Seite. Es gelte auf gutnachbarschaftlicher Ebene das Miteinander auszubauen. Hierfür und für die Erschließung beruflicher Perspektiven sei das konsequente Erlernen der deutschen Sprache eine wichtige Voraussetzung, der man verstärkt nachkommen will. Darüber hinaus setze man auf gemeinsame Aktionen, wie den interreligiösen Dialog.

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