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25.07.2017


Pressemeldungen

 

16.09.2014 - Genossen auf dem Holzweg! Qualitatives Bevölkerungswachstum in allen Stadtteilen bleibt wichtiges Anliegen der CSU-Stadtratsfraktion


Zu den heute veröffentlichen Positionierungen ist folgendes anzumerken:

• Ziel der CSU-Stadtratsfraktion ist ein nachhaltiges und qualitatives Bevölkerungswachstum. Die Aussage, wir würden bis 2020 um 5.000 Neubürger wachsen wollen, ist in dieser Form ein verzerrendes, populistisches und aus der Luft gegriffenes Ammenmärchen (von der selben Kategorie, wie dass bei der Südumgehung-Ostspange acht Meter hohe Wälle oder eine Vierspurigkeit bis Ebermannstadt gewollt wäre; völlig unzutreffend!).

• Wir wollen darüber hinaus, dass hierbei Belange aller größeren Stadtteile – Buckenhofen, Burk, Kersbach und Reuth – berücksichtigt werden und diese entsprechende und grundsätzlich gleichberechtigte Perspektiven erhalten. Ziel der SPD ist es offensichtlich, wie Kollege Büttner erwähnte, ausschließlich ein Wachstum in Kersbach zu dulden. Burk, Buckenhofen und Reuth wären faktisch von weiteren Entwicklungen abgehängt. Kersbach hingegen würde bei einer dortigen massiven Wohnbaukonzentration mittelfristig erhebliche Gefahr laufen, zu „überhitzen“ und sich mit der Einrichtung und Bezahlung wichtiger Infrastruktureinrichtungen (wie z.B. Straßenbau, neue Grundschule…) in mehrfacher Hinsicht zu überheben.

• Vor etwa vier Jahren erfolgte auf unser Betreiben hin die Analyse vorhandener Baulücken. Nachverdichtung macht auch aus unserer Sicht aus Sinn! Allerdings waren nur etwa 15 % aller Baulücken-Besitzer bereit, kurz- oder mittelfristig Wohnungsbau zu realisieren.

• Zu beobachten ist, dass es vor Ort einen erheblichen Nachfrageüberhang gibt, sowohl Externe aber auch viele Forchheimer suchen Bauland, dies bei sehr geringfügigen Angeboten; Folge: Die Preise für Bauland schnellen weiterhin in die Höhe und wichtige Entwicklungsimpulse gehen an uns – zu Gunsten umliegender Kommunen - vorbei, abermals!

• Unsere Nachbargemeinden wuchsen innerhalb der letzten Jahrzehnte um über 30 bis 40 Prozent (ob hierbei Aspekte des Umweltschutzes in ausreichender Form berücksichtigt wurden, mögen andere beurteilen). Hierbei stellten fundamentale Ablehnungspositionen Forchheimer Kommunalpolitiker oder Interessensvertreter oftmals – ungewollt aber konsequent - die beste und günstigste Unterstützung unserer Nachbargemeinden dar. Ich selbst habe eine Vielzahl früherer etwa gleichaltriger Bekannte, die aufgrund restriktiver Baulandausweisung in Nachbargemeinden zogen, obwohl sie innerhalb der Großen Kreisstadt Forchheim Wohnungsbau-Perspektiven suchten. Sie zahlen nun dort auch brav ihre Einkommensteueranteile an Kämmerer und Bürgermeister, die sich darüber sehr freuen. Sie unterstützen durch ihre Mitgliedschaften nun auch Vereine der Umlandgemeinden, nicht mehr städtische. Wen wundert es also, dass die Mitgliederentwicklung Forchheimer Vereine insgesamt problematischer wurde?

• Fakt ist, dass Forchheim bevölkerungsmäßig auf der Stelle tritt, während Nachbargemeinden massiv gewachsen sind. Neben statistischen Fundstellen können frühere und aktuelle Luftbildaufnahmen der jeweiligen Gemeindeentwicklungen als eindrucksvolle Belege herangezogen werden.

• Forchheim stellt viele und künftig noch mehr Arbeitsplätze und betreibt attraktive und moderne, aber eben auch kostenintensive Infrastruktureinrichtungen, wie Kläranlage oder Königsbad. Darüber hinaus bietet die Große Kreisstadt attraktive Angebote z.B. im sozialen oder kulturellen Bereich, die es gilt, auch in finanzieller Art auf Dauer abzusichern. Auch hier hat man den Eindruck, dass u.a. Genossinnen und Genossen „vielfältige und kreative“ Ideen haben, Gelder auszugeben; bei der Findung von Geldquellen tut man sich da schon deutlich schwerer…

Hätten unsere Rot-Grünen Entwicklungs-Blockierer bereits ab dem 17. Jahrhundert Möglichkeiten gehabt, Stadtplanung zu gestalten, würde die Stadt Forchheim heute mit nur einigen Tausend Einwohnern da stehen.
All diese hätten innerhalb der Stadtmauern Platz, außer einigen Handwerksbetrieben gäbe es kaum Arbeitsplätze.

Wir werden älter und bunter - aber tatsächlich und unabwendbar auch weniger?
Will man den demographischen Wandel hinnehmen und mit gesenktem Haupt erdulden (SPD-Modell) oder diesen konsequent angehen und aktiv gestalten(CSU-Modell)?
Bei dieser Frage unterscheiden sich offensichtlich kommunalpolitische Handschriften unterschiedlicher Fraktionen und Gruppierungen. SPD-Rat Büttner und seine Sinnesgenossen schauen wie Kaninchen auf die Schlange und erwarten den Bevölkerungsrückgang.

Unsere CSU-Stadtratsfraktion hingegen möchte, zusammen mit weiteren vorausschauenden und verantwortungsbewussten Kommunalpolitikern, den demographischen Wandel nicht verwalten sondern aktiv gestalten und eben, wie dargestellt, ein qualitatives Wachstum im Interesse aller Stadtteile und deren Bürgerinnen und Bürger.

Denn nur wenn es wir es schaffen, den demographischen Wandel aktiv zu gestalten und dem Bevölkerungsschwund konsequent und erfolgreich entgegenzutreten, kann es auf Dauer gelingen, Einrichtungen wie Kindertagesstätten, wohnortnahe Grundschulen aber auch z.B. Feuerwehren, zukunftsfähige Vereine sowie attraktive kulturelle Angebote oder freiwillige soziale Leistungen, auf Dauer aufrechtzuerhalten.

Udo Schönfelder
Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion

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