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18.11.2017


Pressemeldungen

 

15.09.2016 - Antrag zur Optimierung des Citymanagements


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

seitens der CSU-Stadtratsfraktion beantragen wir – nach Diskussion auch mit Experten und Analyse entsprechender Dokumentationen - die nachfolgend aufgeführten Aspekte zu berücksichtigen.
Die Wichtigkeit des Aufgabenbereichs Citymanagement steht außer Frage. An dieser Stelle verzichten wir ausdrücklich auf die Darstellung umfangreicher theoretischer Beschreibungen oder best-practice-Modelle zu diesem Thema und verweisen auf vorhandene, einschlägige Dokumentationen. Wir konzentrieren uns auf die konkrete Situation und Handlungsnotwendigkeiten (innerhalb) der Großen Kreisstadt Forchheim. Dies vor dem Hintergrund des interkommunalen Wettbewerbs, des Spannungsfeldes Innenstadt/Außenstadt sowie relevanter Megatrends (insbes. Digitalisierung).
Unstrittig und erfreulicher Weise sind wir in gewissen Segmenten der Wirtschaftsförderung bestens unterwegs (Ansiedlungen Pfaffensee, Medical-Valley…), hier danken wir den zuständigen Verantwortlichen.
Gleichwohl existieren Handlungsbedarfe!

Wir differenzieren hier zwischen akut erforderlichen und mittelfristig sinnvollen Maßnahmen:

Akut erforderliche Maßnahmen zum Leerstandsmanagement
• Benennung eines Verantwortlichen zum City- incl. Leerstandsmanagement; gerade beim Leerstandsmanagement drückt der Schuh besonders! Wir sehen die Situation zunehmend kritisch und warnen ausdrücklich vor einer sich verschärfenden Abwärtsspirale.
• Analyse der Gesamtsituation hinsichtlich Leerständen (und auch suboptimaler Nutzungen, die dem Problem eines Leerstandes faktisch sehr nahe kommen); wir bitten die Definition aufzugreifen, dass „ein Leerstand ein Leerstand ist, wenn ein Objekt (aus welchen Gründen auch immer) leer steht“ und Bürger oder Touristen dies als Missstand empfinden)“; Aufzeigen aller relevanter Objekte und der entsprechenden Ursachen.

Mittelfristig erforderliche Maßnahmen (Start in 2016):
• Stellenbildung: Auf-den-Prüfstand-Stellen der aktuellen Aufgabenverteilung im Bereich der Wirtschaftsförderung und Entwicklung eines optimierten Zuständigkeitswesens; hier sehen wir es als sinnvoll an, dass der Citymanager durchaus eng mit der Wirtschaftsförderung verzahnt ist. Man kann darüber diskutieren, ob Kultur, Kaiserpfalz oder Tourismus in das Referat Wirtschafsförderung gehört, das Citymanagement gehört dazu.
Quelle z.B. „Aufgaben, Organisation und Schwerpunkte der kommunalen Wirtschaftsförderung“ (Deutscher Städte- und Gemeindebund), Kommunale Wirtschaftsförderung – Unabdingbar für die Stärkung des Standortes“ (Deutscher Städtetag), „Optimierung der Wirtschaftsförderung“ (WEKA MEDIA)
Aspekte u.a.
Ziele und Aufgaben der Wirtschaftsförderung, Rahmenbedingungen, Organisation (Strukturen, Abläufe, Schnittstellen), Beteiligte, Ressourcen/Finanzierung, Berichterstattung, Kommunikation und Information…
• Besetzung: Wichtig ist, dass die im Bereich der Wirtschaftsförderung aktiv Handelnde bei relevanten Zielgruppen (Wirtschaft, Industrie, Handel, Handwerk, Selbständige, Multiplikatoren, Medien) bekannt, anerkannt und akzeptiert sind.
• Einführung eines strategischen Leerstandsmanagement, Modell Universität Bayreuth
https://www.stmi.bayern.de/assets/stmi/buw/staedtebaufoerderung/4_iic6_modellvorhaben_osm_tw_leerstand_miosga.pdf oder „Leerstandsmanagement in der Praxis“ (WEKA MEDIA).
• Vernetzung: Zusammenbringen relevanter Akteure, insbes. der beiden vorhandenen Werbegemeinschaften; den Umstand, dass es zwei gibt, halten wir für eine fatale Fehlentwicklung.
• Verkehrsführung und Parkraumbewirtschaftung: Weiterentwicklung unter Einbeziehung aller relevanten Akteure
• Weiterentwicklung unseres Veranstaltungsmanagements
• Digitalisierung: Fortführung der Nutzung des Internet als Chance für innerstädtischen Handel/Wirtschaft (siehe z.B. Modell Digitale Einkaufsstadt Coburg) http://stadt.mein-coburg.de/?page_id=6661
• Optimierung der Aufenthaltsqualität („Möblierung“, Beleuchtung, Sauberkeit etc.).

Flankierend:
Aufgreifen und Fortschreiben vorhandener Konzepte und Strategien (z.B. ISEK, Einzelhandelsentwicklungskonzept…) und (Einbeziehung von Stadtmarketing, Vernetzung zur EMN oder WIR…), Leitlinien etc., dies unter Einbeziehung von Experten und der Öffentlichkeit (Werbegemeinschaften, Hauseigentümer, Pächter, Medien, Interessierte…).

Umsetzung eines Kulturentwicklungskonzeptes; Auszug aus unserem aktuellen Haushaltsantrag:
Wir begrüßen die aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Weiterentwicklung unserer kulturellen Einrichtungen („Runder Tisch). Hierbei sind alle handelnden Institutionen und Personen sowie auch Standorte, programmatische und finanzielle Aspekte einzubeziehen und ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Neben einem inhaltlichen Kulturentwicklungskonzept (Aktivitäten, Akteure, Orte, Termine) wäre zu prüfen, ob in finanzieller Hinsicht ein Kultur-Förder-Konzept, bei welchem z.B. auch Sponsorenmittel einbezogen werden, sinnvoll ist.

Weiterentwicklung unseres Tourismuskonzeptes; vor Beauftragung sollten sinnvoller Weise relevante Aspekte wie Zielsetzung, Analyse der Situation (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken), Schnittstellen zu umliegenden Tourismusverbänden, Maßnahmenentwicklung etc. vorab seitens des Stadtrates diskutiert und entwickelt werden.

Berichtswesen: Regelmäßige Berichterstattung des Referats Wirtschaftsförderung gegenüber Ausschüssen / Stadtrat (was wurde getan, was wurde erreicht).

Aufgrund der Wichtigkeit der Thematik bitten wir um zeitnahe Erörterung und danken allen, die sich konstruktiv an der Weiterentwicklung beteiligen.

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