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20.09.2017


Pressemeldungen

 

04.10.2016 - CSU-Stadtratsfraktion sieht ihre kritische Sichtweise hinsichtlich der Leerstände seitens der Wirtschaft bestätigt und mahnt vorgezogene Analyse an


Handlungsdruck beim Leerstandsmanagement nimmt zu, dringliche Maßnahmen sind seitens der Stadt deshalb zeitnah und vorgezogen zu veranlassen!

CSU-Stadtratsfraktion fordert
- sofortige Durchführung einer ganzheitlichen Leerstandsanalyse,
- Einholen von Erfahrungsberichten geeigneter Kommunen und
- einen „Runden Tisch Innenstadt“ zusammen mit allen Akteuren und Experten.

Auf Initiative der CSU-Stadtratsfraktion erfolgte ein intensiver Meinungsaustausch zum Thema Leestände in der Innenstadt mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth sowie des Haus- und Grundbesitzervereins Forchheim.

Die Rahmenbedingungen, so Vertreter der IHK, seien bei allen Kommunen vergleichbar, das Internet beispielsweise würde zunehmend zum Konkurrenten, könne aber auch hinsichtlich Vermarktung neue Chancen und Möglichkeiten erschließen.

Die seitens der CSU-Stadtratsfraktion beantragte zeitnahe Analyse hinsichtlich der Leerstandsentwicklung sei ein richtiger und sinnvoller Schritt, man müsse hierbei auch die Gründe der Leerstände erfragen, so Dr. Michael Waasner, Vorsitzender des Industrie- und Handelsgremiums Forchheim und Vizepräsident der IHK Oberfranken Bayreuth.

Konsens existiere seitens der Rathaus-CSU gegenüber OB und weiteren Fraktionen hinsichtlich der Überlegung, das Citymanagement insgesamt mit der gebotenen Sorgfalt strukturell und personell neu aufzustellen oder möglicherweise auch Leitbilder fortzuschreiben, was sicherlich etliche Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen werde.

Aufgrund der zunehmend kritischer werdenden Entwicklung hält es die CSU-Stadtratsfraktion allerdings für eine falsche Weichenstellung und vertane Zeit, das Leerstandsmanagement - dort speziell die erforderliche Analyse aktuell oder in absehbarer Zeit leerstehender oder kaum genutzter Objekte - nicht unmittelbar und beschleunigt anzugehen.

Hierbei sieht sich die CSU-Fraktion durch Erkenntnisse der IHK bestätigt: „Für Forchheim sei in Betracht zu ziehen, dass mittelfristig die Innenstadtentwicklung hinsichtlich des Handels noch problematischer werden könnte. In anderen oberfränkischen Kommunen sei so eine Entwicklung schon weiter fortgeschritten“, so der Vizepräsident der IHK, und weiter: „Die Vernetzung zwischen Wirtschaftsförderung, innenstädtischen Händlern und Wirtschaftsvertretern wie der IHK müsse vor diesem Hintergrund noch stärker werden. Die IHK kann hier ihre Expertise beisteuern.“

Erfolg sei grundsätzlich dort erkennbar, wo eine erfolgreiche Frequenzstrategie – welche die Kommune im Wesentlichen sehr beeinflussen könne – mit attraktiven Angeboten der Händler in Verbindung tritt. Insoweit seien neben der Stadt, die sich unter anderem mittels Attraktivität und Veranstaltungen um die Frequenz zu kümmern habe, auch die Händler gefragt, ihr Produktsortiment auf den Prüfstand zu stellen und ggf. anzupassen, so Vertreter der Wirtschaft.

Jürgen Schüpferling, Vorsitzender des Grund- und Hausbesitzervereins, ergänzte, dass es durchaus Sinn macht, wenn Eigentümer innovative Mietpreisgestaltungsmodelle oder auch die Zusammenlegung von Nachbarhäusern zwecks attraktiver Ladenzuschnitte zunehmend in Erwägung ziehen würden.

Neben einer möglichst zeitnahen Analyse wäre es hilfreich, sich bei Kommunen umzusehen, welche beim Leerstandsmanagement bereits seit einigen Jahren und durchaus erfolgreich ihre Hausaufgaben machen, wie beispielweise Lichtenfels, Selb oder Marktredwitz. „Dort, wo man sich das City- und Leerstandsmanagement groß auf die Fahne geschrieben habe und dies konsequent umsetze, seien auch Erfolge zu verzeichnen“, so die Vertreter der IHK. Flankierend könne man über Prof. Dr. Daniel Baier, Lehrstuhl für Innovations- und Dialogmarketing an der Universität Bayreuth oder weiteren Stellen wie der CIMA wertvolle Unterstützung einholen.

„Die Anregung, Erfahrungen vergleichbarer Kommunen und Experten einzuholen, wird seitens der CSU-Stadtratsfraktion gerne aufgegriffen und konsequent unterstützt“, so Udo Schönfelder und Holger Lehnard, und weiter: „darüber hinaus forcieren wir die Idee, zwecks Optimierung des Citymanagements einen „Runden Tisch Innenstadt“ zusammen mit allen Beteiligten und Experten einzuberufen.“

Darüber hinaus wäre es erforderlich, auch flankierende Aspekte wie beispielsweise Verkehrsführung und Parkraumbewirtschaftung, Aufenthaltsqualität in der Altstadt sowie die wichtigen und profilbildenden Aufgabenbereiche Kultur und Tourismus zu berücksichtigen und zu optimieren.

Dr. Michael Waasner bedankte sich zum Abschluss des Meinungsaustausches bei der CSU-Stadtratsfraktion hinsichtlich ihrer Initiativen zur Innenstadtbelebung. Weiterhin appellierte er, dass bei den anstehenden Wahlen der IHK insbesondere auch Repräsentanten des Forchheimer Handels zur Verfügung stehen sollten. Schließlich gelte es auch in Zukunft, die Interessen der Forchheimer Wirtschaft in der IHK für Oberfranken mittels eines engagierten Teams berücksichtigt zu wissen.

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