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23.07.2017


Pressemeldungen

 

24.05.2017 - Kraftvolle Weichenstellung "pro Kulturzentrum Kolpingshaus" – CSU-Fraktion bleibt am Ball!


Zusammen mit den Jungen Bürgern und der Forchheimer Grünen Liste setzte sich die CSU-Stadtratsfraktion innerhalb der jüngsten Stadtratssitzung mit ihrer Positionierung „Pro Kolpingshaus als Kulturzentrum“ mit deutlicher Mehrheit durch; dies im Sinne der Sache – einer vorausschauenden Kulturpolitik und attraktiven Kulturlandschaft innerhalb der Großen Kreisstadt Forchheim.

Auf Grundlage gemeinsamer Sondierungsmaßnahmen, der Vorarbeit der Fraktionsvorsitzenden Dr. Annette Prechtel (FGL), Udo Schönfelder (CSU) und Dr. Ulrich Schürr (JB) sowie weiterer thematisch aufgeschlossener Stadtratskolleginnen und –kollegen, auch anderer Parteien, erfolgte innerhalb der jüngsten Stadtratssitzung die eindeutige Absage an einen sehr schwammig formulierten Vorschlag, der im Sinn von OB Dr. Kirschstein seitens der Verwaltung erstellt wurde und die Ausführungen der zugrundeliegenden Planungsausschusssitzung nur sehr ungenau widerspiegelte.

Obwohl seitens des OB vordergründig stets behauptet wurde, keine Weichen zu Ungunsten des Kolpingshauses als Kulturzentrum stellen zu wollen, wurde bei näherer Betrachtung exakt das Gegenteil getan.
Folgende Indizien sprechen für die Zielsetzung des OB, das Kolpingshauses als Kulturzentrum zu verhindern:

1. Das der Verwaltung sowie dem Kolpingshausverein vorliegende Wertgutachten wurde seitens des OB über mehrere Monate den wiederholt nachfragenden Fraktionen nicht zur Verfügung gestellt. Stattdessen erfolgten auf Empfehlung des CSU-Fraktionsvorsitzenden Udo Schönfelder unmittelbare Abstimmungstermine zwischen dem Vorstand des Kolpingshausvereins sowie allen Fraktionen und Gruppierungen.
2. Im Verwaltungs-Entwurf des städtischen Haushalts 2017 fehlten die früher bereits angesetzten Mittel zur Fortführung des Realisierungswettbewerbs – was innerhalb der Beratung dann aufgrund entsprechender Bemühungen der Stadträte geändert wurde.
3. Innerhalb des ISEK-Projektes „Perlen der Innenstadt“ zog die Verwaltung „einen roten Kringel“ um den Garten des ehemaligen Krankenhauses als Standort für eine neue Veranstaltungshalle, was nach Meinung verschiedener Fraktionen wiederholt als absurd und absolut inakzeptabel herausgestellt wurde – es fehlte allerdings diese Markierung beim Kolpingshaus. Aufgrund intensiver Impulse hat nun auch dieses Objekt einen „roten Kringel“ – und zählt nun auch zu einer der "Perle der Innenstadt".
4. Zeitweise wurde seitens des OB die Meinung vertreten, dass bei einem Erbpacht-Vertragsverhältnis keine öffentlichen Fördermittel abrufbar wären; diese unzugreffende Einschätzung wurde zwischenzeitlich widerlegt.
5. Schließlich wurden auch in den aktuellen Sitzungsvorlagen tendenziöse Unwahrheiten veröffentlicht: Die dort genannten Beträge der vom Kolpingshausverein angeblich geforderten Erbpachtzahlungen waren absolut unzutreffend, mehrfach überhöht, wie dies auch seitens des Vereinsvorsitzenden bestätigt wurde.

Nach Sichtweise des CSU-Fraktionsvorsitzenden Udo Schönfelder sprechen insbesondere folgende Aspekte für das Kulturzentrum Kolpingshaus:

- Das attraktive und denkmalgeschützte Gebäude an sich hat einen erheblichen Charme sowie ein interessantes Entwicklungspotential.
- Es ist absehbar, dass erhebliche öffentliche Fördermittel zur Verfügung stehen werden.
- Die Lage ist in zweierlei Hinsicht optimal: einerseits wegen einer sehr guten und vorteilhaften Innenstadtanbindung, was im Gegensatz zu einer „Halle auf der grünen Wiese“ ein durchaus wichtiger Aspekt eines konsequenten Citymanagements ist und zur Innenstadtbelebung beitragen kann; andererseits wäre, wenn südlich der Fläche ein Parkdeck entsteht, eine optimale Erreichbarkeit für Externe gewährleistet.
- Das Objekt genießt auch seitens Kulturschaffender einen beachtlichen Zuspruch. Mittels des „Runden Tisches Kultur“ sollte das Thema nun – sinnvoller weise auf Grundlage eines derzeit noch fehlenden Kulturentwicklungskonzeptes - konsequent zusammen mit allen Akteuren, Verantwortlichen und ggf. auch Unterstützern (Kulturschaffende, Kolpingshausverein, Stadt, Sponsoren…) gemeinsam weiterentwickelt werden.

Nun wurde innerhalb der Stadtratssitzung am 23. Mai folgendes beschlossen:

- Aufgrund der aktuellen Haushaltslage wird ein Neubau einer Stadthalle derzeit nicht weiter verfolgt.
- Der Stadtrat hält an der Realisierung des Kulturzentrums Kolpingshauses grundsätzlich fest und wird sowohl Möglichkeiten der Finanzierung prüfen als auch den Realisierungswettbewerb zu gegebener Zeit in Auftrag geben.
- Mit dem Kolpingshausverein ist bis zum September 2017 eine vertragliche Regelung auszuarbeiten, welche Räumlichkeiten jetzt und nach evtl. Nichtverfügbarkeit der Jahnhalle für die städtische Kulturarbeit zur Verfügung gestellt und welche Zuschüsse an den Kolpinghausverein dafür gezahlt werden können.
- Hinsichtlich der künftigen Nutzung des Kolonnenhauses zeigt die Verwaltung verschiedene ergebnisoffene Alternativen auf.


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