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23.07.2017


Pressemeldungen

 

12.07.2017 - CSU-Stadtratsfraktion gegen Reuther Hut als Standort hinsichtlich Unterkunft für anerkannte Asylanten bzw. Wohnungsnotfälle


Konsequent und einmütig spricht sich die CSU-Stadtratsfraktion gegen den von OB Dr. Uwe Kirschstein (SPD) vorgeschlagenen Standort Reuther Hut aus, um dort ein Mehrfamilienhaus mit acht bis zehn Wohnungen für Wohnungsnotfälle bzw. anerkannte Asylanten zu errichten; dies - trotz aller durchaus beachtlichen öffentlichen Förderpotentiale - aus nachfolgenden Gründen:

• Auch wenn die CSU-Fraktionsmitglieder ausdrücklich nicht davon ausgehen, dass dort ggf. Untergebrachte ein konkretes Risiko darstellen würden, verstehe man durchaus subjektive Sorgen und Ängste beispielsweise von Eltern, die ihre Kinder zum nahegelegenen Sportgelände schicken – und man nehme diese ernst.
• Darüber hinaus ist der dortige Standort allerdings auch aus der Perspektive anerkannter Asylanten alles andere als geeignet: In häufiger Ermangelung eines Kraftfahrzeuges müssten diese mit dem Fahrrad – oder gar als Elternteil mit Kinderwagen – nach Einkäufen oder Erledigungen den dortigen erheblichen Anstieg bewältigen.
• Schließlich befürworte die Fraktion, dass zunächst Wohnraum für Forchheimer Wohnungssuchende geschaffen wird – hier hakt es! So wird seitens des Oberbürgermeisters unter anderem hinsichtlich der Flächen auf dem Jahn-Gelände sowie auch südlich davon eher abgewartet als dynamisch entwickelt. Dort habe die Stadt ein erhebliches Potential, Geschoßwohnungsbau zu realisieren und den erheblichen Nachfragedruck spürbar zu reduzieren.
• Für anerkannte Asylanten halte man darüber hinaus aus Aspekten der Integration eine dezentrale Unterbringung an verteilten Standorte für deutlich günstiger, als die geballte Unterbringung innerhalb eines Gebäudes von in diesem Fall zwanzig bis dreißig anerkannten Asylanten unterschiedlichster Religion und kultureller Hintergründe. Soweit es als ungünstigere Lösung dann doch bzw. ggf. zusätzlich einer zentralen Unterkunft bedarf, müsse ein Standort berücksichtigt werde, der für alle Beteiligten hinsichtlich Integration, Akzeptanz sowie Versorgung und Anbindung deutlich vorteilhafter wäre, als der Standort Reuther Hut.
• Schließlich wäre es aus Sicht der CSU-Fraktion eine inkonsequente und falsche Weichenstellung, wenn auf der Hut im Außenbereich dieses Vorhaben verwirklicht wird, während dessen seit vielen Monaten und Quartalen das Baugebiet am oberen Schulweg seitens der Stadtspitze in willkürlich wirkender Weise auf Eis gelegt wird, dies obwohl ein gegen das Baugebiet gerichtetes Bürgerbegehren seit langem gescheitert ist.

Innerhalb der jüngsten Planungsausschusssitzung wurde angeregt, dass dem Stadtrat seitens der Verwaltung eine Aufstellung erarbeitet wird, welche – neben regulären Nachfragen seitens Forchheimer und externer Wohnungssuchender - Anzahl und Quoten hinsichtlich folgender Personen darstellt:
1. Akute Wohnungsnotfälle hinsichtlich aus Forchheim stammender Personen
2. Akute Wohnungsnotfälle hinsichtlich Personen, die aus dem Umland stammen bzw. von dort nach Forchheim verwiesen wurden
3. Asylbewerber
4. Anerkannte Asylanten

Diese Aufstellung würde bei regelmäßiger Aktualisierung dem Stadtrat die Möglichkeit geben, konsequent und sensibel auf entsprechende Anforderungen und Entwicklungen frühzeitig zu reagieren. Dass dieses Ansinnen beim OB Dr. Kirschstein auf absolute Ablehnung stößt „für mich kein Arbeitsauftrag an die Verwaltung erkennbar“ könne weder nachvollzogen noch gutgeheißen werden.

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