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22.04.2018


Pressemeldungen

 

21.03.2018 - Antrag der CSU-Stadtratsfraktion zur Weiterentwicklung des Kolpinghauses zum Kulturzentrum


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kirschstein,

bekannter Weise steht die CSU-Stadtratsfraktion aus guten und bereits mehrfach dargelegten Gründen (Gestaltung, Größe, Lage, Akzeptanz, Förderfähigkeit, Stadtentwicklung…) hinter der Zielsetzung, das Kolpinghaus zum Forchheimer Kulturzentrum zu entwickeln. Viele Akteure bzw. Kulturschaffende teilten und teilen unsere Sichtweise.
Ich darf insbesondere auf die Ausführungen und Dokumentationen des Jungen Theaters verweisen, innerhalb welcher vor gut zwei Jahren auf Grundlage von Gesprächen des „Runden Tisches Kultur“ die Realisierungsfähigkeit durchaus sehr positiv beurteilt wurde.
Weiterhin bestätigte nun der „Kulturpuls“, für welchen wir ausdrücklich allen Beteiligten nochmals herzlich danken, dass diese Maßnahme zur Weiterentwicklung der Forchheimer Kultur sinnvoll, wichtig und richtig ist.

Hinsichtlich der Anforderung zur Anzahl der Sitzplätze darf ich Folgendes aufzeigen:
Die CSU-Stadtratsfraktion forderte vor etwa drei Jahren ca. 500 Sitzplätze, die SPD ca. 1200 („Stadthalle auf grüner Wiese“). Die beiden Fraktionen verständigten sich seinerzeit mittels eines Kompromisses auf ca. 800 Plätze.
Mittlerweile bestätigte sich unsere ursprüngliche Sichtweise, dass ca. 500 Plätze durchaus ausreichend erscheinen, womit ein kostenintensiver Anbau Richtung Süden nicht erforderlich wäre. Die zeitlich verzögerte Entwicklung der Rathausplanung sehen wir auch in diesem Zusammenhang kritisch, allerdings nicht als Anlass, die Weiterentwicklung des Kolpinghauses zu blockieren. Wobei unser neues Rathaus hinsichtlich der als insgesamt erforderlich erachteten Anzahl von Sitzplätzen (dort ca. 200) für kulturelle Anforderungen des Oberzentrums Forchheim mit Sicherheit (was ein Kulturentwicklungsplan lediglich bestätigen wird) nicht ausreichend sein wird und auch der Wegfall der Jahn-Kulturhalle zu berücksichtigen ist. Wir gehen davon aus, dass neben vielen Kulturschaffenden auch andere Fraktionen diese Sichtweise teilen.

Vor diesem Hintergrund beantragt die CSU-Stadtratsfraktion Folgendes:

1. Baldmöglicher Abschluss des Vertrags mit dem Kolpinghausverein. Seit dem 10. Januar 2018 liegt dieser der Verwaltung vor, die darin genannten Inhalte und Konditionen erscheinen sinnvoll, eine weitere zeitliche Verzögerung ist weder nachvollziehbar noch akzeptabel.

2. Bauliche Orientierung hinsichtlich ca. 500 Sitzplätzen, Verzicht auf einen südlichen Anbau.

3. Realisierung einer Galerie im großen Saal, vergleichbar Berolzheimerianum/Comoedie Fürth.

4. Modernisierung des gesamten Hauses.

5. Zwingende Sicherstellung der Barrierefreiheit (dass diese seitens der Stadtspitze als nicht erforderlich gesehen wird, können wir weder nachvollziehen, noch akzeptieren).

6. Baldmögliche Fortführung der Planung hinsichtlich der o.g. Aspekte, dies durch einen Wettbewerb oder vergleichbarer Vorgehensweise, hierbei konsequente Einbeziehung aller Kultur-schaffenden Forchheimer Vereine/Organisationen („Runder Tisch Kultur“).

7. Sicherstellung einer umfassenden öffentlichen Förderung (Denkmalschutz, Stiftungen etc.).

Mit Kultur-freundlichem Gruß

Udo Schönfelder

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