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20.05.2019


Pressemeldungen

 

20.03.2019 - Fraktionsvorsitzender Udo Schönfelder bei Hauptversammlung des CSU Ortsverbandes Buckenhofen


„Manchmal ist man schon verblüfft, wenn man aus der Zeitung erfährt, dass C & A die Innenstadt verlässt oder der Stadtstrand nicht mehr öffnet, obwohl man im Stadtrat gerade noch Gelder für Instandsetzungen bewilligt hat. Dabei wusste die Stadtspitze teilweise schon länger von solchen Entwicklungen.“ Diese Kritik äußerte Stadtrat Udo Schönfelder auf der Mitgliederversammlung der CSU Buckenhofen.

Mit Transparenz sei es bei Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) trotz anderslautender Bekundungen auch nach Meinung anderer Stadtratsfraktionen nicht weit her.

Die Mitgliederversammlung stand ganz im Zeichen der Kommunalwahlen 2020. Udo Schönfelder, der sich bei der Stadtversammlung am 4. April im Sportheim Kersbach als Oberbürgermeisterkandidat bewerben will, nutzte die Gelegenheit zu einigen akzentuierten und kritischen Ausführungen zur Führung der Stadt Forchheim.

In seinem Parforceritt spielte auch der Streit zwischen der Firma Infiana und der Stadt um das „Philosophen-Viertel“ eine Rolle. Hier sah Schönfelder insbesondere für den Fall, „dass nun die Planung im schlimmsten Fall völlig den Bach runtergeht“, die SpVgg Jahn, den ATSV, den VfB Forchheim, aber auch viele Wohnungssuchende gleichermaßen als Verlierer „undurchsichtiger Vorgänge“.

Man müsse allerdings nach Meinung des CSU-Fraktionsvorsitzenden Schönfelder sehr aufpassen, dass sich der Investor, der bereits jahrelang hatte warten und Zugeständnisse machen müssen, nicht abspringe oder man den Folienhersteller vergraule. „Wir haben schon zu viele attraktive Unternehmen an das Umland verloren“, sagte Schönfelder. Zuletzt prophezeite er der SPD Forchheim ein Debakel bei den anstehenden Stadtratswahlen, weil ihre erfolgreichsten Stimmensammler Reinhold Otzelberger, Albert Dorn und Günther Hammer nicht mehr auf der roten Liste kandidierten. Dies läge aber auch daran, dass kein Quartal verginge, in dem nicht quergeschossen werde.

Als Beispiel nannte der CSU-Fraktionsvorsitzende den SPD-Vorschlag, aus dem Kolpingshaus eine Schule zu machen: „Nachdem man uns mit falschen Angaben zur Höhe der Erbpacht an den Kolpinghaus-Bauverein oder der Frage der Kündigungsfrist der Mietverträge immer wieder verkohlt und das Projekt verzögert hat.“

Das Vertrauen in die Aussagen OB Kirschsteins sei jedenfalls im Keller, und zwar nicht nur bei den CSU-Kollegen. Auch andere Fraktionen, Gruppierungen und Einzelstadträte gingen zunehmend auf Distanz. „Das muss man erst einmal schaffen, dass bis auf vier eigene Leute alle gegen einen sind“, bekundete Schönfelder.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass die nun aus 16 Personen bestehende CSU-Fraktion weiterhin maßgeblich Kommunalpolitik zum Wohle Forchheims gestalte. „Der Wahlkampf wird spannend. Immerhin hat Uwe Kirschstein den Amtsbonus. Bei einer Handvoll Kandidaten dürfte es wie in den beiden vorausgegangenen OB-Wahlen auf eine Stichwahl hinauslaufen“, prognostizierte Schönfelder.

Unter anderem im Bereich Kultur, früher eher ein Stiefkind der Christsozialen, wolle er Akzente setzen: mit einer städtischen Galerie in der Innenstadt, die den bildenden Künstlern eine Ausstellungsfläche böte, und mit dem Kulturzentrum Kolpingshaus, das mit rund 600 Plätzen genügend Möglichkeiten für Veranstaltungen hätte. Der SPD-Idee einer großen Stadthalle erteilte er eine deutliche Absage: „Eine Gerhard-Schröder-Gedächtnishalle braucht niemand.“

Gewählt wurde in der Versammlung auch. Stadtrat Hans-Werner Eisen ist auch die nächsten zwei Jahre Vorsitzender. Ihm zur Seite stehen seine Stellvertreter Norbert Wölfel, Stadt- und Kreisrat Karl-Heinz Fleckenstein und Sabine Schell, die auch im CSU-Kreisvorstand sitzt. Silke Dorn als Schatzmeisterin und Friedrich Diehl als Schriftführer wurden ebenso wiedergewählt. Als Beisitzer fungieren Ehrenmitglied und Altstadtrat Josef Knauer, Irina Adelmann, Norbert Roski, Nico Cieslar, CSU-Kreisgeschäftsführer Klaus Schütz, Adolf Neubauer, Udo Güldner, Bernd Schreiber und Johannes Endres.

Quelle: Fränkischer Tag

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