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20.05.2019


Pressemeldungen

 

08.05.2019 - Europa vor der Wahl - Beitrag des Fraktionsvorsitzenden Udo Schönfelder anlässlich Pulse of Europe (PoE)


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde eines vereinten Europas,

meine heutigen Ausführungen zu Europa werden von Emmerich Huber vorgetragen, da ich mich zur Stunde als Teilnehmer des Weltkulturerbelaufes auf dem Weg nach Bamberg befinde.
Lieber Emmerich, vielen Dank.

Was macht für mich Europa aus?
Zunächst einige persönliche Erfahrungen:
Wie viele von uns machte auch ich als Jugendlicher erste konkrete Erfahrungen mit Europa im Rahmen von Schüleraustauschen oder Fahrten des Kreisjugendrings insbesondere in die Partnerkommune des Landkreises, nach Biscarosse.
Daneben pflegten seinerzeit meine Eltern sehr freundschaftliche Kontakte zu zwei Ehepaaren aus Le Perreux, man besuchte sich häufig und gerne.
Dass im November 1989, also vor beinahe 30 Jahren, die Mauer fiel und aufgrund hervorragender diplomatischer Bemühungen der Eiserne Vorhang beseitigt wurde, war ebenso überraschend wie erfreulich.
Später dann, als junger Stadtrat, hatte ich vielfältige Treffen mit Repräsentanten unserer Partnerstädte Rovereto, Roppen, Le Perreux, Gherla, Braunau und Pößnek.
Es entstanden vielfältige Kontakte und nicht wenige freundschaftliche Verbindungen.

Was bedeutet für mich Europa?
Erstrebenswert ist für mich ein Europa, welches die Menschen aller europäischen Länder zusammenbringt, ein liberales Europa auf Grundlage Christlicher Werte.
Ein Europa, welches „die richtigen und wichtigen“ Dinge möglichst gemeinsam sinnvoll regelt und dies dann auch selbstbewusst gegenüber anderen Nationen vertritt.
Hierzu zähle ich insbesondere die Themen Außen- und Sicherheitspolitik, Migration, Umweltschutz und Binnenmarkt.
Es sollte allerdings auch ein Europa sein, welches nicht überreguliert.
Und ein Europa, welches den Staaten genug Freiraum lässt, in eigener Zuständigkeit weitere Themen selbstständig zu regeln, beispielsweise im Bereich der Bildung oder der Kultur.
Es sollte ein Europa sein, welches den Mitgliedsstaaten und deren Menschen Raum lässt, ihre Identitäten zu bewahren.
Dies alles sehe ich als wichtig an, um nationalistische, fundamentalistische oder extremistische Kräfte einzudämmen.

Wir hier in Forchheim, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, können auf kommunaler Ebene unseren Beitrag leisten und ich danke herzlich allen Verantwortlichen und Mithelfern des Puls of Europe-Gedankens.

Unsere Kommunen bzw. die Gesamtheit aller Kommunen haben nach meiner persönlichen Beurteilung, mehr als die ein oder andere EU-Institution, eine erhebliche Schubkraft, den Europäischen Gedanken zu fördern.
In diesem Sinne bitte ich Sie in diesem Sinne auch auf lokaler Ebene weiterhin engagiert zu bleiben.
Gehen wir bitte alle zur Wahl und sorgen gemeinsam dafür, dass dies auch andere tun.
Helfen wir gemeinsam mit, dass diejenigen Parteien gewählt werden, denen Europa und die EU am Herzen liegen.
Es gibt hierfür einige Alternativen, allerdings nur eine, die bewirken kann, dass ein Bayer als Spitzenkandidat EU-Kommissionspräsident werden kann.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

(Udo Schönfelder)

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