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25.07.2017


Pressemeldungen

 

05.09.2008 - Pressebericht der CSU-Stadtratsfraktion


Das Thema „Stadtentwicklung“ müsse und werde insbesondere aufgrund rückläufiger Einwohnerzahlen und entsprechender negativer Folgewirkungen für die Stadt in den nächsten Wochen herausragendes Schwerpunktthema der CSU-Stadtratsfraktion sein. In diesem Zusammenhang stellte Fraktionsvorsitzender Udo Schönfelder heraus, dass die Forchheimer SPD mit ihrer Forderung, auf dem Hallenbad- und Gartenamtgelände eine Stadthalle bauen zu wollen auf dem völlig falschen Pferd sitze und ebenso wie die SPD insgesamt aufgrund ihrer Annäherung zur Linkspartei in Hessen am eigenen Ast säge.

Ergänzend zum Thema „Sicherheit, Jugendschutz und Attraktivität des Annafestes“, welches unter anderem auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion innerhalb einer unter der Regie von Bürgermeister Franz Streit eingerichteten Arbeitsgruppe behandelt wird, erfolgte eine nähere Betrachtung der Jugendkriminalität in Forchheim; Anlass hierfür waren entsprechende Ausführungen eines Jugendkontaktbeamten der Polizei innerhalb der in Forchheim Nord arbeitenden Initiativgruppe „Kinder und Jugend“.

In seinen einleitenden Ausführungen stellte der Forchheimer Polizeichef Klaus Linsner heraus, dass innerhalb der Stadt Forchheim „99 % aller Jugendlichen“ unauffällig seien; diejenigen, die aufgrund Diebstahl, Sachbeschädigung oder Körperverletzung auffallen, sind nur etwa 40 polizeibekannte Personen. Der Ausländeranteil ist mit knapp 9 % deutlich höher sei als im Landkreis mit knapp 5 % - dies führe allerdings beim Thema Jugendkriminalität zu keiner besonderen Situation, da ausländische Jugendliche im Verhältnis nicht auffälliger seien, als deutsche. Die Anzahl straffälliger Jugendlicher insgesamt sei allerdings spürbar ansteigend, ebenso die „Qualität“ der Gewaltdelikte – also das Ausmaß gezeigter Brutalität. Oftmals sei hierbei Alkohol im Spiel, den sich Jugendliche direkt oder über Kontaktpersonen verschafften. In Forchheim gibt es eine Hand voll Jugendgangs, die allerdings – bis auf Einzelfälle und dort vor allem hinsichtlich Einstiegs- oder Ausstiegs-Ritualen - nicht besonders problematisch seien. Von kriminellen „Banden“ dürfe keine Rede sein, die Gruppierungen nehmen vielmehr aufgrund entsprechender Defizite teilweise die Rolle eines Familienersatzes ein. Allerdings müssen seitens der Polizei weitere Entwicklungen intensiv beobachtet und erforderliche Kontrollen konsequent durchgeführt werden.

Zur weiteren Verbesserung der Gesamtsituation ist eine engere Vernetzung zwischen Polizei, Kommune, Schulen, Jugendamt und Eltern, Jugendclubs und auch der Justiz sowie die Beschleunigung von Verhandlungsverfahren von enormer Wichtigkeit, so die Meinung der CSU-Stadtratsfration. Insbesondere bei jugendlichen Ersttätern im Alter von 14 bis 18 müsse mit vereinter Kraft versucht werden, diese von einer weiteren kriminellen Karriere abzuhalten.

Für ihre konsequente Basisarbeit vor Ort und die Tatsache, dass Sicherheit und Aufklärungsquote im Bereich der Forchheimer Polizei oberfranken- und bayernweit Spitzenwerte aufweisen, erhielt der Polizeichef stellvertretend für die gesammte Dienststelle ein grosses Lob der gesamten CSU-Stadtratsfraktion.

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